Makuladegeneration.
Altersveränderungen im Netzhautzentrum, der Makula, zu der auch die Fovea centralis ("Gelber Fleck") gehört, kann man in die trockene und die feuchte Makuladegeneration einteilen.

Die feuchte Makuladegeneration ist in Deutschland die häufigste Erblindungsursache.
Erste Sehveränderungen bemerken die betroffenen Patienten, in dem sie gerade Linien verzogen wahrnehmen.
Ein einfaches Diagnostikum ist hierfür das sogenannte Amsler-Netz. Patient mit Risiken für eine Makulaerkrankung bekommen das Amsler Netz mit nach Hause und können so selbst krankhafte Veränderungen erkennen.

Amsler Netz - links normal, rechts zentrale Netzhautveränderungen
Heutzutage kann für den Augenarzt die Form der Makuladegeneration (trocken oder feucht) und deren Ausdehnung mit Hilfe einer Farbstoffuntersuchung oder aber nicht-invasiv mit dem Retinal Thickness Analyzer detailiert sichtbar gemacht werden.
Klassische Membran bei altersbedingter Makuladegeneration
Die Makuladegeneration ist ein langsam fortschreitender Prozeß, der über eine längeren Zeitraum fortschreitet. Um so früher die Makuladegeneration (AMD) erkannt wird, um so besser sind auch die Therapieerfolge (siehe auch Netzhautvorsorge).

In bestimmten Fällen der feuchten Makuladegeneration, so zum Beispiel mit Membranen mit einem Anteil an klassischen Neovaskularisationen von über 50% oder bei der pathologischen Myopie, kann mit Hilfe der sogenannten photodynamsischen Therapie (PDT) das Fortschreiten der Makuladegeneration verlangsamt werden.
Hierfür wird in die Ellenbeugenvene des Patienten ein Farbstoff Verteporfin (Visudyne, Novartis) injiziert, der durch Bestrahlung des Auges mit einem Laser (Opal, Coherent) intraokular aktiviert wird.
Zusätzlich verfügen wir seit 2006 über sogenannte VEGF-Hemmer, die das Fortschreiten der Makuladegeneration ebenfalls aufhalten können. Diese VEGF (Vascula Endothelial Growth Factor) - Hemmer müssen in der Regel mehrfach in das Auge appliziert werden. Dies geschiet unter hochsterilen Bedingungen wie bei der Operation des Grauen Stares in der Centro Klinik.

Applikation eines VEGF Hemmers in das Auge
Auch der Patient selbst kann auf das Krankheitsgeschehen prophylaktisch einwirken. So sollte auf das Rauchen komplett verzichtet und vitaminreiche Kost zu sich genommen werden.
Zudem konnte in einer großen Studie (AREDS-Studie) gezeigt werden, das zusätzlich aufgenommene Vitaminpräparate den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können, hierbei sind jedoch patientenspezifisch Besonderheiten zu beachten - sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt darüber.


